Kinderbuch über Mitgefühl: trösten heißt dableiben

Kinder wollen helfen und greifen dabei meist zum Falschen: ablenken, aufheitern, schnell etwas Neues vorschlagen. Dieses Buch zeigt einen Nachmittag, an dem genau das nicht funktioniert, und was stattdessen hilft.

Junos Windrad ist kaputt

Der Vorlagentitel lautet „{NAME} und das Tränenwetter“; {NAME} wird durch den Namen des Kindes ersetzt, im Titel und in allen Szenen. Der Wertekern steht am Ende fast wörtlich im Buch: Da sein ist die halbe Medizin.

Die 13 Szenen fangen sonnig an, mit Ball und Spielplatzplan. Auf der Gartentreppe sitzt dann Juno und weint, in den Händen bunte Schnipsel — ihr Windrad. Der erste Rettungsversuch ist der, den fast alle Kinder machen: „Komm, wir spielen Ball, dann vergisst du das.“ Juno schüttelt nur den Kopf. Das Buch lässt diesen Fehlversuch stehen, statt ihn zu überspringen.

Danach setzt sich das Kind einfach daneben. Ohne Ball, ohne kluge Sätze. Erst dann erzählt Juno von selbst, dass das Windrad von ihrem Opa war, der jetzt weit weg wohnt. Der Satz, der schließlich hilft, ist keine Lösung, sondern eine Bestätigung: Das ist richtig doof, da wäre ich auch traurig. Später bauen die beiden ein neues Windrad in Orange und Weiß, mit etwas Türkis. Dieses gemeinsam gebaute Windrad ist das Andenken; ein Schnipsel des alten kommt auf eine Karte fürs Schatzkästchen.

Wann Kinder anfangen zu trösten

Mitgefühl zeigen schon Zweijährige, sie bringen dem weinenden Kind das eigene Kuscheltier. Was in dem Alter fehlt, ist der Perspektivwechsel: die Vorstellung, dass der andere etwas anderes braucht als man selbst. Der entsteht in der Praxis zwischen vier und sechs, und genau dorthin zielt diese Geschichte.

Wie bei allen Vorlagen wählst du beim Erstellen 0–2, 3–5 oder 6–9 Jahre. Die kürzeste Fassung erzählt vor allem das Bild: kaputt, traurig, zusammen bauen, es dreht sich wieder. Ab der mittleren Stufe kommt der wichtigere Teil dazu — das Zuhören und der Satz, der die Traurigkeit gelten lässt.

Gut passt das Buch, wenn im Umfeld gerade viel geweint wird: in der Eingewöhnung, in einer großen Kita-Gruppe, bei einem Geschwisterkind. Und es passt für Kinder, die auf Tränen mit Lachen oder Ungeduld reagieren — nicht aus Härte, sondern weil sie nicht wissen, wohin mit sich.

Was du angibst und was daraus entsteht

Du gibst den Namen des Kindes ein und lädst ein Foto hoch. Daraus wird eine gezeichnete Figur, die in allen 13 Szenen gleich aussieht; das Foto bleibt bei dir. Optional besetzbar sind die Eltern, die beim Basteln die Kiste mit Papier, Schere und Nadel holen, und ein Kuscheltier für den Anfang und den Ausklang. Juno ist keine Rolle, sondern gehört zur Vorlage: dunkle Locken, türkise Latzhose, runde Wangen.

Danach wählst du einen von acht Stilen: Aquarell, 3D-Animation, Comic, Sanfter Anime, Knetanimation, Gouache, Stickerkunst, Blockwelt. Bei einer ruhigen Geschichte wie dieser tragen Aquarell und Gouache die leisen Szenen auf der Treppe gut; Comic und 3D-Animation betonen eher das Basteln und das Windrad im Wind.

Das eBook als PDF kostet 4,99 € und ist nach wenigen Minuten fertig. Das Hardcover mit festem Einband kostet ab 27,90 € und enthält das eBook, ein bereits gekauftes wird angerechnet. Das Hörbuch als MP3 kostet 3,99 €, mit dem Namen des Kindes und wählbarer Erzählstimme.

Häufige Fragen

Ist die Geschichte nicht zu ruhig für ein Kind?

Der stille Teil dauert wenige Szenen. Danach wird gebastelt, geschnitten und gefaltet, und am Ende dreht sich ein Windrad im Wind. Die Ruhe steht bewusst in der Mitte, nicht über dem ganzen Buch.

Unser Kind lacht, wenn ein anderes weint. Was hilft?

Das kommt oft vor und ist meist Unsicherheit. Das Buch macht ein Verhalten vor, das man nachmachen kann: hinsetzen, zuhören, einen einzigen Satz sagen — dass man das auch doof fände.

Geht es in dem Buch um Verlust?

Nein. Es geht um ein kaputtes Spielzeug und darum, wie man einem traurigen Kind beisteht. Das Windrad wird gemeinsam neu gebaut, und ein Stück des alten wird aufgehoben.

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