Kinderbuch zum Sauberwerden: die Töpfchen-Geschichte

Sauber werden lässt sich nicht beschleunigen, nur begleiten. Dieses Buch nimmt deshalb den Umweg über den Spaß: Aus dem mintgrünen Töpfchen wird ein Thron, und aus dem Kind, dessen Name eingedruckt wird, ein König oder eine Königin. Die Vorlage heißt „{NAME} und der Töpfchen-Thron“, mit {NAME} als Platzhalter für den echten Namen.

Vom fremden Ding im Bad bis zur Sternenkrone

In der ersten Szene steht morgens etwas Neues im Badezimmer: mintgrün, rund, unbekannt. Es wird umkreist, beklopft, misstrauisch begutachtet. Der Kipppunkt kommt beim Probesitzen mit Hose — plötzlich sitzt es sich nämlich wie auf einem Thron, besonders mit einem Handtuch als Umhang über den Schultern.

Danach folgt die Geschichte ehrlich dem echten Ablauf und nicht dem Wunschbild. Es wird gesessen und gewartet, und es passiert: nichts. Es gibt ein Pfützchen auf dem Teppich, weil das Töpfchen zu weit weg war. Und es gibt die Szene, die den Kern der Vorlage ausmacht: Niemand schimpft. Es wird gemeinsam gewischt, fertig, mit dem Satz, dass Üben auch heißt, dass es mal danebengeht. Erst Tage später kommt das Ziehen im Bauch, das Rennen durch den Flur und der Treffer.

Das mintgrüne Töpfchen ist das wiederkehrende Bild der Geschichte. Für jeden Treffer klebt ein goldener Stern an den Badezimmerspiegel, und diese Sterne ergeben mit der Zeit eine Form — die Königskrone, die am Ende als Andenken hängen bleibt. Später kommt noch der Schritt aufs große Klo, und das Töpfchen bekommt einen Ehrenplatz. Auch ein Rückfall hat seine eigene Szene, achselzuckend und ohne Drama.

Für welches Alter das passt

Die meisten Kinder werden zwischen zwei und vier trocken, mit großen Abständen nach oben und unten. Eine feste Altersfreigabe gibt es für dieses Buch nicht, weil jedes Exemplar einzeln erzeugt wird; als Einschätzung passt es am ehesten in genau diese Spanne. Die Textstufe wird beim Erstellen gewählt, von 0–2 über 3–5 und 6–9 bis 10+, und bestimmt, wie viel unter jedem Bild steht.

Bei Zweijährigen trägt vor allem das Bild: das Ding im Bad, der Umhang, der Jubel im Flur. Ab drei Jahren wird der rote Faden verstanden — Signal spüren, rechtzeitig loslaufen —, und ab da lässt sich mit dem Buch auch über das Missgeschick sprechen, ohne dass es peinlich wird.

Zwei Situationen sprechen dafür, es früher zu lesen als geplant: wenn ein Töpfchen neu ins Haus kommt und noch nichts damit passiert, und wenn nach ein paar Fehlversuchen die Stimmung kippt. Der Kern der Vorlage lautet, dass es jedes Kind schafft, jedes in seinem Tempo — genau das steht auch in der letzten Zeile.

Name, Figuren, Stil

Pflicht ist nur eines: der Name des Kindes, der auf dem Titel und in den Szenen steht. Danach wird die Hauptfigur angelegt. Bei dieser Vorlage bleibt die Besetzung meist klein — Kind, ein oder zwei Erwachsene, das Kuscheltier —, obwohl bis zu fünf Figuren möglich wären. Ohne Eltern werden die betroffenen Szenen anders gezeichnet, die Geschichte bleibt vollständig.

Ein hochgeladenes Foto dient ausschließlich als Vorlage: Daraus entsteht eine gezeichnete Figur, die auf allen Szenen dieselbe bleibt. Das Foto selbst taucht im Buch nicht auf. Beim Stil ist Knetanimation für die Badezimmerszenen beliebt, Aquarell macht sie weicher, Stickerkunst und Blockwelt geben ihnen einen Spielzeug-Ton — insgesamt stehen acht Stile bereit.

Preislich: 4,99 € für das eBook, das nach wenigen Minuten fertig ist, ab 27,90 € für das Hardcover mit festem Einband, in dem das eBook enthalten ist. Ein schon bezahltes eBook wird beim Hardcover voll angerechnet.

Häufige Fragen

Kommt im Buch auch ein Missgeschick vor?

Ja, und zwar bewusst. Eine Szene zeigt das Pfützchen auf dem Teppich, die nächste zeigt, dass niemand schimpft und gemeinsam gewischt wird. Später gibt es noch einen kleinen Rückfall, den das Kind achselzuckend nimmt.

Passt das Buch, wenn wir noch gar nicht angefangen haben?

Dann ist es sogar naheliegend. Die Geschichte beginnt an dem Tag, an dem das Töpfchen zum ersten Mal im Bad steht — sie erklärt also von vorn, statt Vorwissen zu verlangen.

Setzt das Buch mein Kind unter Druck?

Der Wertekern lautet, dass jedes Kind es in seinem eigenen Tempo schafft, und die letzte Seite sagt genau das. Belohnt wird im Buch mit Sternen am Spiegel, nicht mit Vergleichen.

Verwandte Themen